Vorbereitung auf die Rauhnächte

Inhalt

Einführung

Perchten

Was sind eigentlich die Rauhnächte?

Die Welt der Geister

Ritualutensielien sammeln und bereiten

Die einzelnen Nächte und ihre Themen

Meine Rauhnachtsmeditationen und Reisen

Ich komme aus Niederbayern, ziemlich am Fuße des bay. Waldes. Hier wird Tradition noch groß geschrieben und der bay. Wald ist Sagen umwoben und voller Mythen. Es gibt viele Kraftorte, dunkle und finstere Täler mit Geschichten und Aberglauben. Ganze Bücher voller Hexen, Seher und Dämonen. Jedes Jahr treiben die Perchten ihr Unwesen und streichen gemeinsam mit Hexen und Dämonen durch die Nacht. Dabei machen sie unheimlich viel Lärm und verbreiten Schauer!

Die dunklen Wintermonate boten viel Raum, mit der Familie zu sitzen und den Geschichten der Alten zu lauschen bei Holzgeknister und Bratapfelduft. Ich erinnere mich noch gut daran, wenn wir völlig durchgefroren vom Schlittenfahren kamen, die Kerzen brannten und unsere Oma uns Geschichten am warmen Kachelofen erzählte. Ich liebte diese Stimmung, die frühe Dunkelheit, die Kerzen und ihre Schatten und die schaurigen Erzählungen. Es gab bei uns auch immer unausgesprochene Regeln in den 12 Nächten. Es wurde keine Wäsche gewaschen, bzw. aufgehängt. Es wurde geräuchert und für Ordnung gesorgt. Wer früher die Zeichen dieser Nächte deuten konnte, den Stimmen der Geister lauschen, der wusste ziemlich viel, über das kommende Jahr, Ernte, Wetter und Plagen. Jede Nacht der 12 steht für einen Monat im Jahr.

Heute sammle ich bereits in den Herbsttagen mein eigenes Räucherwerk und suche auch sonst rechtzeitig zusammen, was ich brauche. Darum soll mein Beitrag Euch jetzt schon in die richtige Stimmung bringen und vielleicht wollt ihr Spaziergänge zum Sammeln nutzen und euch an euren eigenen Kreationen erfreuen. Rauchnächte müssen kein Geld kosten und sie können wirklich Raum für den eigenen Ausdruck schaffen.

Perchten

Während der zwölf Rauhnächte gab es hier schon immer Perchtenumzüge. Gestalten mit Fell und grausligen wilden Fratzen, ziehen mit Glocken- und Trommellärm durch die Nacht. Die Glocken sollen die Geister des Winters austreiben. Sie sollen jedoch auch die Rauhnachtsregeln, wie Sauberkeit, Ernährung und Arbeitsvorschriften, bewachen. Am 5. Januar enden mit dem Glöcklertag die Rauhnächte mit einem Kampf zwischen Glöcklern (sie repräsentieren den Frühling), die den Winter ausläuten und den Perchten, die sich dagegen wehren, statt.

Was sind eigentlich die Rauhnächte?

Über den Ursprung der Rauhnächte wird viel gerätselt und spekuliert. Ob der Name nun für die rauen und dunklen Nächte spricht, oder vom hochdeutschen Wort „ruch“ abgeleitet von felligen, haarigen Dämonen und Geistern spricht. Auch vom mittelhochdeutschen „rouch“ könnte man die Räucherzeremonien ableiten, „runa“ wird mit Geheimnis übersetzt, die Wolfsnächte aus der nordischen Mythologie und irgendwie tragen alle Ableitungen einen Teil davon in sich. Schon lange vor der Christianisierung wurden die „zwölf“ im germanischen Volksglauben mit besonderer Bedeutung und Ritualen versehen. Je nach Brauchtum beginnen die Rauhnächte zwischen dem 21. Dezember mit der Wintersonnenwende bis zum 5. Januar. Manche geben nur 4en der Nächte eine besondere Bedeutung, nämlich dem 21. Dezember (Wintersonnenwende), dem 24. Dezember (Christnacht), 31. Dezember (Sylvester) und dem 5. Januar (Hl. drei Könige). Die meist verbreiteste Tradition heutzutage spricht von den 12 zwischen Weihnachten und hl. drei König. Eigentlich die 12 zwischen den Jahren. Das kommt vom germanischen Kalender, in dem es den Wechsel zwischen Sonnen- und Mondjahren gab. Das Mondjahr hat nur 354 Tage und das Sonnenjahr 365 Tage. Die Differenz daraus von zwölf Nächten, galten als die „tote Zeit“ , Niemandszeit oder die Zeit zwischen den Jahren. Die Rauhnächte sind die Zeit, die weder zum alten Jahr, noch zum neuen gehören und sich die Welten überlagern. Ihr seht, es ist ein alter Brauch, der weit verbreitet ist und die Quellen über ihren Ursprung sich verlieren. Und doch gewinnen sie immer mehr an Beliebtheit und werden von vielen Menschen mit Ritualen versehen. Es geht um Vergangenheit und Zukunft, um Licht und Dunkel als Ausdruck von guten und schweren Zeiten, die Angst einflößend sein können und doch immer Chancen und Möglichkeiten bieten. Ich glaube, dass dies unseren Wunsch nach Magie und Glauben ausdrückt. Mit Ritualen Einfluss zu nehmen, Altes abzuschließen und Neues willkommen zu heißen, Abschnitte bewusster zu markieren, um auf diese Weise nicht im Rad der Zeit dahinzustrampeln.

Die Welt der Geister

Als altes Brauchtum gelten die Rauhnächte als besonders durchlässig für die Welt der Geister. Alle Regeln und Rituale, die eingehalten wurden, dientem dem Zweck, die Geister sanftmütig zu stimmen, sie nicht zu erzürnen und sie fernzuhalten. Drum war es verboten, Wäscheleinen aufzuspannen und vor allem Laken aufzuhängen. Geister und Dämonen hätten sich schließlich darin verfangen können und Unglück über Haus und Hof bringen. Auch der Lärm zu Neujahr wurde als Schreck verursacht und damals mit großen schweren Peitschen, die durch eine bestimmte Technik einen lauten Knall in der Luft verbreiten. Hier ist das heute noch eine traditionelle Kunst. Der Lärm blieb jedoch nur draußen. In den Stuben war es still, es wurde gebetet, Ruhe eingehalten und geräuchert. Dunkelheit schärft schon immer unsere Sinne – es gibt viele Meditationstechniken in der Dunkelheit und das ermöglicht ein sensibleres Spüren. In der Stille und der Dunkelheit der Wintermonate sind viele Geschichten um Geister entstanden. Ob nun der Zugang genau in den 12 Nächten leichter ist, oder unsere Sinne zu dieser Zeit weniger Ablenkungen unterlagen, weiß ich nicht. Ich glaube jedoch Zweiteres. Natürlich paaren sich die Geschichten hier auch mit der keltischen Mythologie. Hat doch Odin während der Wolfsnächte mit seinem Geisterheer sein Unwesen in Wald und Dörfern getrieben.

Früher saß man im Winter einfach auf dem Land in den Stuben und Höfen fest und hatte viel Zeit für Geschichten, Gedanken und Gefühle. Das Pfeifen des Windes, der Schnee, das Klappern der Scheunen, bot so mancher Fantasie eine Spielwiese. Und doch gab es dieses tiefe Wissen, diese Verbindung zu Wesenheiten, Geistern, Hexen und Naturwesen. Sie sprachen zu uns in Träumen, gaben uns Zeichen und lebten unter uns in Einklang mit Tradition und Alltag. Ich finde es wunderbar, dass sich die Rauhnächte immer größerer Beliebtheit erfreuen und wir uns wieder öffnen für die Energien um uns herum. Die Zeit für Stille und Meditation genutzt wird, für Rituale, die Wahrnehmung und Innenschau. Ihr braucht gar nicht viel dafür, müsst euch nicht in Unkosten stürzen und findet eigentlich alle Utensilien in Haus und Natur.

Ritualutensilien sammeln und vorbereiten

Wenn Du beim Spazierengehen etwas aufmerksam bist, kannst Du viele Dinge für die magischen Nächte sammeln. Erst gestern habe ich unter der ersten Schneedecke noch Hagebutten gefunden und sie zum Trocknen neben den Ofen gestellt. Tannenzapfen, Baumharz, Buchecker,…alles kann verwendet werden. Du kannst Dir auch ein hübsches Glas gestalten mit den Geschenken des Waldes oder des Parks. Zerkleinere Deine Schätze nur etwas, dann kannst Du sie besser räuchern.

Eigenes Räucherwerk herstellen:

5 getrocknete Salbeiblätter, etwas trockenes Baumharz von Fichten (bitte entfernt es vorsichtig und in Maßen, denn der Wald braucht es auch), 2 getrocknete Hagebutten (am Straßenrand oft zu finden oder im Park) und ein Stückchen vom Holz, 1 Wacholderbeere (aus dem Gewürzregal). Solltet ihr frische Zutaten selber sammeln, legt sie für ein paar Tage auf die Heizung, damit sie trocknen können. Alles zusammen im Mörser oder Küchenmixer grob zerkleinern und in ein besonderes Gefäß füllen. Wenn ihr wollt, könnt ihr auch noch 1-2 Tropfen reines ätherisches Eukalyptusöl in eure Mischung geben. Die Wirkung dieser Mischung ist:

Salbei: reinigend

Baumharz: stärkt die Mitte, hilft sich aufzurichten und bringt Unausgesprochenes/Verborgenes zum Vorschein

Hagebutte: zieht positive Energie ins Haus

Wacholder: schützt und reinigt

Zum Räuchern könnt ihr ein kleines Duftstöfchen nehmen. Ein Sieb mit etwas Alufolie belegen, um dort die Räuchermischung hineinzugeben. Mit einem Teelicht verbreitet es einen wunderbaren Duft und ihr könnt es länger nutzen. Immer nur ein bisschen Mischung hineingeben, ca. 1/2 Tl.

Die einzelnen Nächte und ihre Themen

25.12. erste Rauhnacht um altes loszulassen

26.12. zweite Rauhnacht um in die Stille zu gehen

27.12. dritte Rauhnacht steht für Öffnung

28.12. vierte Rauhnacht auf seine innere Weisheit zu vertrauen

29.12. fünfte Rauhnacht Dein Körper ist heilig

30.12. sechste Rauhnacht die Gefühle annehmen und würdigen

31.12. siebte Rauhnacht um die Ziele des Herzens zu erkennen

01.01. achte Rauhnacht geht um Entscheidungen

02.01. neunte Rauhnacht Frieden schließen, verzeihen und versöhnen

03.01. zehnte Rauhnacht Achtsamkeit

04.01. elfte Rauhnacht Dankbarkeit

05.01. zwölfte Rauhnacht das Licht erwecken

Du kannst Dir zu jedem Thema Deine Gedanken machen, Dir in ein Büchlein Notizen schreiben und Deine Träume festhalten. Du kannst beispielsweise Altes in einen Tannenzapfen pusten und ihn verbrennen, eine Kerzenmeditation machen, alle Türen und Fenster für einen Moment öffnen, etc.

Meine Rauhnachtsmeditationen und Reisen

Es gibt mittlerweile wunderschöne Bücher, die Dich mit Geschichten durch die Rauhnächte begleiten und viele bieten spirituelle Programme an. Es heißt schließlich die Tore zur Anderswelt stünden weit offen und helfen, in die Kommunikation mit Wesenheiten, Engeln und dem Jenseits zu gehen. Als Medium kann ich tatsächlich nicht sagen, ob mir in dieser Zeit der Zugang zur geistigen Welt leichter fällt. Was ich jedoch mit Sicherheit sagen kann ist, diese Zeit kann Erfüllung bringen, innere Ruhe, Konflikte lösen und Dich Dir selbst wieder ganz nah bringen.

Ich nutze diese Zeit für mich und meine persönliche Entwicklung. Für meine Stille, für meine Innenschau und für meine Zielsetzung fürs neue Jahr. Ich nutze diese magische Zeit, um in mir zu hinterfragen, aufzuräumen und zu lösen. Mich frei zu machen von hinderlichen Gedankenmustern, mit meinen inneren Dämonen und Geistern zu kommunizieren, um sie in für mich stützende Engel zu transformieren. Als Hypnosystemikerin vertrete ich die Ansicht, dass all unsere Schatten uns die Wege in unser Licht zeigen. Alle Dämonen uns nur solange hindern, bis wir ihre Schutzbotschaft verstanden haben und ins Handeln kommen. Ich gehe in diesen Nächten tief, schreibe meine Träume auf und nehme mir jeden Abend einfach Zeit für mich und Reflexion.

Wenn Du mit mir gemeinsam in Deine Inneren Welten reisen möchtest, kannst Du gerne meine Rauhnachtsbox bestellen. Eine Premiumbox, die 12 Meditationen, 12 Tees und 12 Räucherungen enthält. Als alte Ayurveda Kräuterhexe weiß ich um die mentale Unterstützung von Kräutern, Hölzern und Harzen und habe für jeden Tag, passend zum Thema etwas zusammengestellt. Auf die Mediationen kannst Du anhand von QR Codes auf jeder Karte direkt zugreifen. Allerdings war die Nachfrage riesig und ich habe nur noch 20 Boxen übrig. Eine Box kostet 69,-€ inkl. Versand (innerhalb Deutschland, Festland ohne Inseln)

Du kannst Deine Box direkt hier bestellen, solange der Vorrat reicht.

Es würde mich sehr freuen, wenn Du den Beitrag mit Deinen Freunden teilst und sie vielleicht dadurch einlädst, die ruhige und stade Zeit einzuläuten. Stimm Dich jetzt schon darauf ein und gehe in die Vorbereitung, indem Du Deine Utensilien sammelst und trocknest und mit der richtigen Intention bereit stellst.

Ich wünsche Dir eine ganz besinnliche und magische Zeit,

Deine Susanne

(47 Besuche, 1 Besuche Heute)

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