Sensitive lieben sich schwerer

Eine harte Aussage, ich weiß. Ich weiß jedoch auch aus eigener Erfahrung und aus der langjährigen Begleitung von Sensitiven, dass es so ist.

Gerade jetzt habe ich die Online Gruppe Spiritual Soulfulness – entdecke Deine übersinnliche Kraft in 21 Tagen und begleite eine Gruppe von sensitiven Frauen. Es stimmt auch, dass Menschen mit großem spirituellen Empfinden, bzw. Interesse meist sensitiv sind, da sie mit Energien von klein an konfrontiert werden. Sensitive spüren einfach mehr, intensiver und ungefiltert. Eigentlich wunderbar, wenn man wie ich als Medium und spiritueller Coach arbeitet. Es ist jedoch auch eine riesen Belastung bis man weiß und anerkennt, dass man sensitiv ist und in einer Welt voller Zwang und Druck funktionieren sollte.

Als sensitiver Mensch reagieren wir auf einfach alles! Ernährung, Umwelteinflüsse, Miteinander, Mondzyklen… einfach alles, was von außen auf uns wirkt. Ein Einkauf in einem großen Supermarkt, ein Besuch auf einem Festival mit vielen Menschen, ein Stadtbummel oder Essengehen in einem Restaurant, kann wirklich eine Herausforderung sein. Und dann noch die ganzen Zweifel!!! Liegt es an mir? Bin ich zu sensibel? Müsste ich etwas anders machen? Bin ich zu kompliziert für mein Umfeld? Steigere ich mich rein? Übertreibe ich? Muss ich mich zusammenreißen? Bin ich erträglich? Bin ich so überhaupt liebenswert? Kann ich das? Keiner hat je gelernt sich individuell wahr- bzw. anzunehmen, weil wir immer in eine Struktur gepresst wurden. In der Familie muss man mit der Mehrzahl mitlaufen, in der Schule ebenso, im alltäglichen Leben – alles folgt einem Rhythmus, der mit dem Rhythmus und dem Empfinden von Sensitiven irgendwie querläuft. In solcher Struktur zu sich zu finden und bei sich zu bleiben, ist alles andere als einfach. Es ist unerlässlich als sensitiver Mensch täglich aufs Neue auf seine Bedürfnisse zu hören, in die Ruhe und die Stille zu gehen, sich energetisch vom Außen zu trennen, bzw. zu schützen, seine Sinne zu trainieren und auszubauen und sich vorallem selbst lieben zu lernen. Sich selbst zu genügen und voll und ganz zu sich zu stehen. Nicht die anderen müssen vorsichtiger mit uns umgehen, sondern wir. Nicht die anderen müssen uns unseren Freiraum ermöglichen, sondern wir müssen ihn für uns einfordern. Wir können nicht erwarten, dass die Welt erkennt, was wir sind und was wir brauchen, wenn wir es selbst nicht tun.

Erst gestern haben wir eine Übung gemacht, um in der Balance zu bleiben, bzw. das Gefühl von Balance erst einmal zu erfahren. Gerade für sensitive Menschen ist es unheimlich wichtig, seinen eigenen Geist zu kennen, seine Gedanken lenken zu können und zu verstehen, was das eigene ist und was von außen kommt. Erst dann fühlen wir uns sicher, verstehen unsere Grenzen und können lernen, auf uns zu achten. In einer Gesellschaft, die immer mehr einer Norm entsprechen will, ist es gar nicht so einfach, ein Individualist zu sein und wirklich dazu zu stehen. Es ist unglaublich anstrengend und kräftezehrend sensitiv zu sein, wenn man dagegen ankämpft, antsatt sich genau so anzunehmen und zu lieben, wie wir es eben brauchen. Besitzen wir doch einfach alles, was gesellschaftlich als Schwäche gilt. Es ist jedoch die größte Stärke, die unsere Zeit gerade benötigt.

Sensitivität ist für unsere heutige Gesellschaft ein Geschenk. Die Menschheit bewegt sich immer mehr weg vom Gefühl und wir Sensitiven fühlen doppelt und dreifach. Ich bin mir sicher, es hat einen Grund, dass es immer mehr sensitive Menschen gibt. Unsere Essenz ist schließlich Liebe und Liebe muss gefühlt werden. Liebe für uns, Liebe für die Welt, Liebe für unser Gegenüber, Liebe für die Natur, Liebe für das, was wir tun. Sensitive bringen den Anspruch an Liebe wieder auf den Punkt. Doch dafür dürfen sie sich erst mal selbst lieben und annehmen. Ein Weg voller Gnade, Selbstfürsorge und Annahme. Machen wir es vor!

2022 sind einige Online Programme und Präsenzworkshops für sensitive Spiritualität in Planung. Wenn Du mehr darüber wissen willst, schreib mir einfach:

susanne@psychic-life-coaching.de

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