Die Stille Deines großen Wassers

Gespräche mit meinem Geistführer Fè

Ich meditiere jeden Morgen, sitze in der Kraft oder gehe in die Verbindung mit meinem geistigen Team. Da wir von null auf hundert in die Pubertät meines Sohnes gerauscht sind und uns das ganze mit voller Wucht getroffen hat, heisst es für mich oft die Ruhe zu bewahren. Deshalb sind diese morgendlichen Momente enorm wichtig für mich und meine Arbeit. Wenn ich Impulse brauche, verbinde ich mich mit meinem geistigen Team und lasse mich führen. Ich habe volles Vertrauen und bin unheimlich dankbar dafür.

In einer vergangenen Sitzung führte mich mein Geistführer Fé ganz tief in mich hinein an einen großen, stillen See. Alles war relativ dunkel, kaum bewachsen, keine Tiere, nur ich am Ufer dieses großen schwarzen Wassers. Das Wasser war ganz ruhig, keinerlei Bewegung war darin zu sehen. „Geh hinein“, sagte Fé „und bleibe, bis das Wasser wieder ganz still ist“. Ich ging hinein und meine Bewegungen zogen große und kleine Ringe, brachten Unruhe in diesen so stillen See. Ich bemühte mich ganz ruhig zu werden, doch jeder noch so oberflächliche Atemzug, zog weitere Ringe. Egal, was ich tat, ich bekam diese ursprüngliche Stille nicht hin. Ich war wie ein Störfaktor in meinem eigenen Wasser.

Ich war verzweifelt und überlegte, was ich tun könne, damit das Wasser wieder ganz reglos und still wird. Ich müsste aufhören zu atmen. Zu Stein erstarren oder sterben. Ich dachte, Fé wollte mir damit zeigen, dass wir unsere Natur nicht bezwingen können, dass wir niemals ganz in die Stille gehen können und das das Leben durch uns in Bewegung kommt. Mit jedem Atemzug ziehen wir unaufhörliche Kreise und stören unser eigenes Inneres. Doch dann kam es mir! Ich werde zum Wasser! Ich verbinde mich und dehne mich aus. Schließlich ist es mein Wasser. Ich wurde zum See, konnte mein Ufer ganz weit weg spüren und wurde ganz still, im Rhythmus des Wassers. Der See, mein See wurde still. Ich war vollkommen still. Wie lange weiß ich nicht.

Als ich nach einiger Zeit wieder aus dem Wasser kam, saß ich mit Fé noch eine Weile am Ufer und er hielt meine Hand. Diese weite Ruhe in mir wirkte nach und wir sprachen nicht.

An diesem Tag erlebte ich einige Situationen, die einen klaren Kopf benötigten und innere Gelassenheit. Durch diese Übung, die Stille, Ruhe und Weite meines inneren Wassers, kam gar keine Unruhe in mir auf. Immer, wenn ich diese Übung mache, trägt sie mich kraftvoll durch den Tag.

Danke Fé

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