Rosa – die Farbe der Selbstliebe

Farben haben eine enorme Wirkung auf uns und unser Gemüt. In der Praxis habe ich herausgefunden, dass unsere Gefühle und Emotionen Farben haben, wir mit Farben verändern und kreieren können und meine Lieblingsübung für meine Klienten ist die Farbatmung. Mit Farben kann jeder etwas anfangen und jeder kann Farben sehen und sie sich vorstellen.

Nun wissen wir aber auch, dass Farben Bedeutungen haben – auch wenn ich der festen Überzeugung bin, dass man sie nicht pauschalisieren kann. Für den einen ist die Farbe der Veränderung Orange, für den anderen Lila – schließlich kommt es auch auf den Zusammenhang der gewünschten Veränderung an. Wenn Du Deine Augen schließt und in Dich fragst, wo in mir sitzt die Selbstliebe und welche Farbe hat sie? Dann bekommst Du jedoch sicherlich eine Farbe, deren Farbfamilie Rot und Weiß ist.

Warum ich aber diesen Beitrag schreibe, ist die immer wiederkehrende Reaktion bei der Farbe rosa. Bei ganz vielen Klienten geht es in meinen Sitzungen um die Selbstliebe. Sich selbst bedingungslos anzunehmen, eine liebevolle Verbindung zu uns selbst zu haben, uns selbst zu verzeihen und uns einfach zu lieben, so, wie wir sind, fällt vielen Menschen schwer. Und es ist auffallend, wie viele Menschen mit diesem Thema eine schlechte Relation zur Farbe Rosa haben.

Wenn wir dann die Selbstliebe erspüren, reaktivieren und heilen und ihr eine Farbe zusprechen, kommt meistens ein ganz kritisches: „oh wie kitschig! Das ist ja Rosa. Ich mag Rosa gar nicht!“ egal, ob bei Männern oder Frauen. Wir haben der Farbe so ein Klischee auferlegt, dass sich viele förmlich dagegen wehren. Klischees wie, mädchenhaft, realitätsfremd, versüßlicht, kindlich, naiv, die rosarote Brille… Wusstest Du, dass im Orient Rosa für Männlichkeit steht und Blau für Weiblichkeit? Wofür steht rosa noch, was ist die Energie von rosa? Liebe, Kindheit, Sanftheit, Zartheit, Reinheit, Gelassenheit, Mitgefühl … Alles Tugenden, die wir von Geburt an in uns tragen. Tugenden, die vollkommen erstrebenswert sind, geschlechtsneutral, ein respektvolles Miteinander ermöglichen und in tiefer Verbindung mit Liebe stehen. Wie können wir wirklich lieben, wenn es uns so schwer fällt, uns selbst zu lieben? Wie kann sich jemand aufgefordert fühlen uns zu lieben, wenn er spürt, dass wir uns selbst nicht für liebenswürdig erachten?

Wie geht es Dir mit der Farbe rosa? Wie steht es um Deine Selbstliebe? Wie verurteilst Du Dich? Mal angenommen, Du würdest einen rosaroten Schal tragen, welche Gedanken kommen Dir in den Kopf? Ist das eine mädchenhafte Farbe? Zu kindlich? Zu romantisch? In welchen Bereichen Deines Lebens sind Dir diese Glaubensmuster bekannt? Denkst Du manchmal, Du würdest nicht erwachsen genug handeln? Bist als Frau mädchenhaft, naiv oder als Mann zu weiblich? Birgt Romantik die Gefahr in sich verletzt zu werden? Spür doch mal der Farbe Rosa und Deiner inneren Reaktion nach und notiere Deine Gedanken dazu. Gehe die Gedanken dann durch und packe jeden einzelnen davon in rosarotes Licht. Was passiert? Wie fühlt es sich an? Wie fühlen sich die Gedanken dann?

Mit rosaroten Gedanken,

Deine Susanne

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